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4.000 Grillunfälle im Jahr
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Autor:  Lis Dammann, BAG [ 18.05.2016, 18:07 ]
Betreff des Beitrags:  4.000 Grillunfälle im Jahr

In Deutschland ereignen sich etwa 4.000 Grillunfälle im Jahr.
Rund 400 Unfälle enden mit schwersten Brandverletzungen.



Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt jedes Jahr die Grillsaison und leider damit auch die Zeit der Grillunfälle. Die traurige Bilanz der ersten sonnenreichen Tage in diesem Jahr sind Meldungen wie: "Vater kippt Spiritus auf Grill - Kind (5) schwer verletzt", "Petroleumflasche explodiert beim Grillen - Sechsjähriger schwebt in Lebensgefahr" oder "Holzkohlegrill in Wohnung angezündet: Fünf Verletzte".

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Dabei sind Grillunfälle zu 100% vermeidbar, erklärt Anneliese Stapelfeldt, stellvertretende Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Verzichten Sie auf Brandbeschleuniger beim Grillen und schützen Sie so Ihre Familie"! Wer Brandbeschleuniger wie Spiritus einsetzt, um Grillkohle schneller zu entfachen, begibt sich und andere in Gefahr. Gefährliche Verpuffungen mit meterhohen Flammenwänden und Rückzündungen sind die Folge – fatal für alle umstehenden Personen.

Wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme bei Verbrennungen: Die verbrannten Stellen sofort für 10 bis 15 Minuten mit Wasser (nicht kälter als 20°C) kühlen und den Notarzt rufen, bei kleineren Verletzungen einen Arzt aufsuchen.


Tipps zum sicheren Grillen

- Grillgeräte kippsicher im Windschatten und in sicherer Entfernung von brennbaren Materialien aufstellen
- Niemals Spiritus oder andere Brandbeschleuniger verwenden – weder zum Anzünden noch zum - Nachschütten auf zu langsam brennende Grillholzkohle
- Zum Anzünden feste Grillanzünder aus dem Fachhandel, Eierkartons oder elektrische Anzünder verwenden
- Den Grill stets beaufsichtigen
- Kinder dürfen den Grill nicht bedienen oder anzünden
- Kinder nicht in Reichweite des Grills spielen lassen – einen Sicherheitsabstand von mindestens 2 bis 3 Metern einhalten
- Grillfeuer und Glut nach dem Grillen vollständig löschen und auskühlen lassen
- Heiße Grillglut nicht im Sand am Strand oder in der Erde vergraben – die Glut bleibt viele Stunden glühend heiß! – Gefahr von schweren Verbrennungen, wenn jemand in diese unsichtbaren Glutnester tritt
- Kübel mit Sand, Feuerlöscher oder Löschdecke zum Löschen des Grillfeuers bereithalten
- Brennendes Fett niemals mit Wasser, sondern durch Abdecken löschen
- Nicht in geschlossenen Räumen grillen und den Grill niemals zum Auskühlen ins Haus stellen – Vergiftungsgefahr!


Weitere Informationen finden Sie unter

http://www.paulinchen.de

Unsere Tipps für den richtigen Grill und das richtige Zubehör finden Sie unter
http://www.kindersicherheit.de/kinderun ... ehoer.html

Autor:  Lis Dammann, BAG [ 23.05.2016, 11:35 ]
Betreff des Beitrags:  Re: 4.000 Grillunfälle im Jahr

Ein weiterer wichtiger Hinweis beim Grillen: Es ist sicherer, am und im Umfeld des Grills Kleidung aus Naturstoffen zu tragen. Dies betrifft auch Kinder. Und es eine grundsätzliche Empfehlung. Kunstfaser-Kleidung ist leicht entzündbar und die Verletzungen viel schlimmer.


Eine nicht zu unterschätzende Gefahr bestehe auch in Sporttrikots. Sie enthalten in der Regel einen hohen Kunstfaseranteil, der Brandverletzung verschlimmern kann. Diese Kunstfasern können allein durch die Hitze der Glut oder durch einen Funkenflug auf der Haut schmelzen und Brandwunden verursachen. Händels Tipp: „Wer direkt am Grill steht, sollte eine Grillschürze aus Baumwolle oder Leinen tragen. Diese Stoffe sind nicht so leicht entflammbar und schützen gleichzeitig vor Fettspritzern.“

http://www.mittelbayerische.de - 19.05.2016

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